All about Pokern

Mehr als nur ein Bluff
 


Archiv: Gefahren

Spielsucht kennt viele Formen. Doch mit ein paar Tipps lässt sich die Sucht nach Glücksspielen von Anfang an vermeiden, so dass man erst gar nicht in die berühmte Abwärtsspirale gerät und sich einer Therapie gegen Spielsucht unterziehen muss.

Würde man Glücksspiele komplett verbieten würde man damit viele Menschen in die Illegalität treiben. Mit einer vollständigen Freigabe von solchen Spielen würde man hingegen eine wahre Lawine auslösen und mehr Spielsüchtige denn je verzeichnen können. Der Schlüssel zum Glück heißt jedoch verantwortungsbewusster Umgang. Das gilt auch für uns Poker-Fans.

Spielsucht - Glücksspiel©flickr/daveynin

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Poker Wetten stellen im Grunde genommen nur eine weitere Möglichkeit dar, im Internet oder einem der Wettsalons, die sich mittlerweile in fast jeder Stadt finden lassen, auf zukünftige Ereignisse zu setzen, um so den Einsatz zu vervielfachen, zu verlieren oder, was nicht so häufig vorkommt, zu egalisieren.

Im Fall von Poker Wetten kann man, wie bei anderen typischen Sportwetten wie Fussball oder Trabrennen, auf den Sieger setzen. Darüber hinaus kann man aber auch noch, je nach Anbieter, beispielsweise darauf wetten, wer beim Final Table eines Turniers der WSOP als erster ausscheidet, mit Hilfe welchen Blattes der Sieger das Preisgeld am Ende mit nach Hause nimmt oder welche Farbe oder Kartenfarbe die letzte River-Karte haben wird.

Poker Wetten

Zumindest diese letzten Wettmöglichkeiten bei Poker Wetten erinnern doch sehr stark an Roulette: während beim Roulette die Wahrscheinlichkeiten durch die zusätzliche O entscheidend zu Gunsten der Bank verschoben werden, wird bei Poker Wetten die mathematische Wahrscheinlichkeit, die hier – im Falle der Farbe der letzten Karte – tatsächlich bei 1:1 liegt durch die Quote ausgeglichen.

Statt bei Gewinn den doppelten Einsatz zu bekommen (wie beim Roulette), wird fast das Doppelte ausgezahlt, die Differenz behält der Buchhalter oder Wettanbieter, der sich so finanziert, weil er langfristig immer einen Teil der Wetteinsätze behalten kann.

Bei komplexeren Wetten sind die zugrunde liegenden Rechnungen und die entsprechenden Quoten natürlich komplizierter. Wettet man auf einen konkreten Spieler als Turniersieger, ist weiterlesen »


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Der Fall des Sodastream Klaus F.Schmidt Millionärs zeigt klar auf, dass man mit dem spielen von Glücksspielen auch mal mit dem Pech spielt.

Die Erfindungen des Sodastreams machte ihn einst zum Multimillionär, 70 Millionen Euro konnte er auf seinem Konto verzeichnen. Doch heute lebt Klaus F.Schmidt von Hartz 4, er hat sein Geld im Casino beim Roulette spielen verzockt.
Die Klage gegen den Betreiber des Casinos läuft, Klaus F.Schmidt beruft sich auf Unzurechnungsfähigkeit.

Doch wie gefährlich sind Glücksspiele wirklich?? Welche Gefahr stellen sie tatsächlich dar? Glücksspiele werden immer beliebter und sind gesellschaftlich anerkannt. Vielleicht auch deshalb, weil es immer wieder Gewinne gibt, von denen man anschließend gut leben kann. Wenn man weiß wie. Und das es geht zeigt die aktuelle Pokermillionärin Sandra Naujoks.

Doch nicht nur Roulette und Poker sind beliebte Glücksspiele, auch Sportwetten und Online Casinos erleben momentan einen nie da gewesen Boom und verzeichnen jährlich Umsätze in Millionenhöhe.

Doch mit den steigenden Nutzerzahlen der Glücksspiele, steigt auch die Zahl der Spielsüchtigen, wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen meldet.

Roulette © flickr by stoneflower

Die Spielsucht kann jeden treffen, Menschen die zur Sucht neigen natürlich eher als gefestigte Persönlichkeiten. Leider fehlt dem Großteil der Bevölkerung noch immer ein Bewusstsein für diese Erkrankung, wodurch Angehörige dieses Problem oft nicht erkennen oder schön reden. Eines ist klar, überreagieren sollte man nicht, denn wer an einem Gewinnspiel teilnimmt ist nicht gleich gefährdet. Man sollte jedoch aufmerksam sein und sich selbst und seine Umwelt beobachten.

Es gibt aber, wenn es nötig ist, Auswege aus der Spielsucht, noch bevor zu solch einem Abstieg kommt, wie ihn Klaus F. Schmidt erlebt hat. Man muss sich nur eingestehen, dass man auf dem besten Wege in die Spielsucht ist oder vielleicht schon fortgeschrittener betroffen ist. Es gibt kompetente Beratungsstellen, die Wege aufzeigen, den Teufelskreis Spielsucht zu entkommen.

Der Verein HSO 2007 e.V. hilft Betroffenen ihre Spielsucht der Vergangenheit beizulegen. Aber auch gemeinnützige Organisationen bieten ihre Hilfe an. Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V. unterhält zum Beispiel das Cafe Beispiellos, das ursprünglich für Glücksspielsüchtige eingerichtet wurde, aber mittlerweile auch für Computerspiel- und Internetsüchtige Hilfsangebote haben.


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Jeder hat schon einmal die Erfahrung gemacht, von einer Sache absolut gefesselt zu werden, sich in einen Bann ziehen zu lassen und in eine Abhängigkeit zu geraten, die zur Sucht werden kann. Das ist nicht nur bei Alkohol oder Drogen der Fall, auch Glücksspiel ist eine gefährliche Sucht, die sich durch die Entwicklung des Internets viel weiter in der Bevölkerung verteilt hat, als man zunächst vermutet. Doch wie gefährlich ist z.B. Online-Poker wirklich?

Da man heutzutage nicht mehr nur in Spielhöllen oder zu Hause mit Freunden pokern kann, sondern auch im Internet, ist gerade dieses Spiel viel gefährlicher geworden.

Es ist nachgewiesen, dass sich die Online-Community im Bereich Poker in den letzten Jahren enorm vergrößert hat. Einerseits kann man hieraus definitiv positive Aspekte ziehen, zumindest wenn man am Spiel an sich interessiert ist. Der Zugang ist extrem leicht zu bekommen und natürlich super einfach von zu Hause verfügbar. So ist man absolut ungebunden in dieser Beziehung. weiterlesen »


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Zocken – das Risiko beim Spielen

Autor: Marian
abgelegt in: Gefahren

Es war einmal ein Pot von 500 Dollar (in Spielgeld selbstverständlich) und die Karten waren mehr als Mittelmäßig – darf man prachtvoll sagen bei einer Straße.

Das Spiel war Poker Texas Hold’em und das Tageslicht war bereits durch die Nacht ersetzt worden.

Was mein Gegenüber hatte, war mir natürlich unklar. Wer zählt schon die Karten mit. Es musste ein Bluff her. Dann kam es aus dem Nichts, ich brauchte mich nicht mal anzustrengen und vermutlich wäre das auch Kontraproduktiv gewesen: Das Pokerface.

Gemalte Poker-Spieler © Flickr/hive
… und ich habe das Spiel gewonnen.

Meinem Gesicht war die Anstrengung nicht mehr anzusehen. Es wirkte fast, wie mir mein Kumpel im Nachhinein gesagt hatte, als wäre es mir völlig egal. Das war es mir allerdings nicht! Und ich dachte: “Hätte ich nur ne Sonnenbrille”. Damit wäre die Gefahr, erwischt zu werden, geringer.

Es war zwar nur Spielgeld, aber es ging auch um die Entscheidung für das kommende Wochenende. Es prickelte unter meiner Haut und ich zwang meine Beine nicht aufzuspringen.

Es rollten einige Sprüche aus meinem Mund auf die Plattform unserer Kommunikation. Es war ruhig, ich zuckte leicht mit dem Kopf als wollte ich ein Schütteln andeuten und gleichsam unterdrücken. Ich sprach übers Wetter und den anstehenden Schneesturm und schloss meine Gedanken ab.

Es war geglückt, mein Gegenüber erhöhte um weitere 200 Dollar und ich ging – zu seiner Verwunderung – mit. Die Strategie ging auf und ich gewann das Spiel und das Bestimmungsrecht für das kommende Wochenende! Hurray.


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Es gibt Zeiten im Leben eines Pokerspielers, wo nichts funktoniert. Es scheint fast so, als hätten die Gegner bei jeder starken Hand die bessere, und jedes Mal, wenn man die Nuts hält, findet man niemandem, der sein Geld investieren möchte. Innerhalb der Varianz können diese Phasen ziemlich lange dauern und verstärken sich oft, das sie das eigene Spiel so beeinflussen, dass man noch mehr verliert. Kommt zum Pech noch Tilt hinzu, ist das gesamte Vermögen in Gefahr. Ein Downswing, so lange er auch dauert, kann durch ein solides Bankroll Management aufgefangen werden, Tilt und ein falsches Bankroll Management jedoch nicht.
Um dies zu vermeiden, muss man erstmal begreifen, was eine Downswing Phase ist. Ein Downswing hat weder einen festen zeitlichen Rahmen, er hat keine feste Größe und beginnnt nicht an einem Punkt und hört plötzlich auf, wird also durchaus unterbrochen von siegreichen Sessions.

Die Heftigkeit, mit der einen erwischt, wird durchaus davon beeinflusst, wie gut man spielt. Also sollte man sich in solchen Phasen die Frage stellen, ob man wirklich ein winning Player ist, oder die Anderen, die man für schlechter hielt, einen plötzlich ausspielen. Dies heißt aber nicht, dass man unreflektiert anfängt, Aktionen, die einem in dieser Phase viel Geld gekostet haben, zu ändern. Wenn man dies tut, hat man den ersten Schritt in den Tilt getan. Man raist preflop mit AK nicht mehr, weil man im Hinterkopf bereits die Asse sieht, man protectet seinen Paare nicht mehr, weil man sich bereit outdrawn fühlt. Man sollte immer bedenken, dass richtige Entscheidungen nicht immer zum Sieg führen und oft auch mehrere Male hintereinander bestraft werden können.

Um sich zu versichern, dass man gut spielt, sollte man stattdessen die Angebote annehmen, die einem das Internet bietet. Es gibt einige Seiten, wo man Hände bewerten lassen kann, sich coachen lassen kann oder eigene Videos zu Bewertung ins Netz stellen kann. Einen pokerspielenden Freund mal bei einer Session zuschauen lassen, kann auch helfen, wenn man weiß, dass er selber ein guter Spieler ist.

Veränderungen im Limit

Manche Spieler steigen in den Limits ab, wenn sie merken, dass sie in einem Downswing stecken. Ob dies richtg ist, ist nicht eindeutig zu sagen. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass ein Wechsel auf ein niedrigeres Limit Vor- und Nachteile hat. Einerseits kann nach einem längeren Downswing das Bankroll stark angefriffen sein und ein Abstieg fast nötig sein. In niedrigeren Limits kann man auch einfachere Spiele finden, die einem wieder mehr Selbstbewusstsein geben. Ein großer Nachteil ist, dass man dann in der schlechten Phase mehr Geld verloren hat und in den nächsten, besseren Spielen weniger wieder gewinnt.
Es gbit auch Spieler, die im Limit aufsteigen, um zurückzuholen, was in den letzten Spielen verloren wurde. Dies ist ganz sicher ein Fehler! Erstens steckt man wahrscheinlich noch mitten im Downswing, zweitens bedeutet ein Aufstieg oft ein Konfrontation mit neuen Spielern und Spielweisen, an die man sich erst gewöhnen muss. Diese Eingwöhnungsphase kostet selbst guten Spielern in Phasen normalen Glücks anfangs Geld.

Wenn Sie das Gefühl haben, in einem Down zu stecken, arbeiten sie an Ihrem Spiel, bleiben Sie ruhig und versuchen sie nicht das Spiel, auf kurzfristige Events auszurichten. Dies heißt, versuchen sie nicht Ihr Spiel so zu verändern, dass Sie nach jeder Sesson break even sind, oder Entscheidungen nicht mehr nach langfristiger mathematischer Profitabilität zu beurteilen, sondern, nach kurzfristigem Risiko (z.B. ohne entsprechende reads mit KK nicht mehr preflop allin zu gehen, weil der andere AA haben könnte.).


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Als dankbares Thema sind sie in aller Munde, ob sie wirklich eine Gefahr für die Online-Poker-Gemeinde darstellen, ist umstritten: Die Rede ist von sogenannten Poker Bots. Ein Bot (Abkürzung für RoBot) ist ein Computerprogramm, welches in einem bestimmten Umfeld einen menschlichen Spieler simuliert. Bots gibt es seit längerem für alle Arten von Computerspielen und eben auch für Online-Poker.

Roboter - auch bei guter Programmierung nur eingeschränkt menschlich © flickr / jurvetson

Im letzten Jahr wurde ein Bot der Universität von Alberta zwei Tage lang in einem Match-Up gegen die Pokerspieler Phil Laak und Ali Eslami getestet. Das im Artikel erwähnte Resultat ist interessant: Am ersten Tag verfolgte Polaris, so der Name des Bots, eine “unmenschliche” Spielweise: Immer die gleiche Strategie, rein mathematisches Vorgehen. An diesem Tag hatten die menschlichen Spieler schlechte Karten. Am nächsten Tag veränderten die Programmierer den Code von Polaris und versuchten, ihn menschlich agieren zu lassen. Da versagte der Computer. An diesem Resultat lässt sich ganz gut ablesen, was Bots zur Zeit können, und was nicht. Stur ein System verfolgen und damit an schlechten Tischen gewinnen – das können Bots. Brilliant spielen, Situationen lesen, bluffen – das noch nicht.

Gerüchtehalber besetzen viele neu gestartete Poker-Portale ihre digitalen Tische mit Bots, damit der Eindruck einer voll besetzten Spieler- Community besteht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das auf Dauer funktioniert, schließlich ist ein Bot noch nicht in der Lage, menschliches Verhalten ausreichend zu simulieren. Poker ist eben kein Spiel, das auf rein mathematischem Weg zu lösen wäre.

Trotzdem: Bots sind im Kommen. Auf Codingtheweel startet momentan eine Artikelserie zum Thema “Wie baue ich mir einen PokerBot”. Danach ist so ein Programm für erfahrene Coder kein großes Hindernis. Ist die Angst vor der Übernahme der Computer im Online-Pokergeschäft also angebracht? Vielleicht in ein, zwei Jahren. Sicherlich werden Geldscheffel-Bots irgendwann einen ähnlich lästigen Stellenwert im Online-Poker annehmen, wie sie das in anderen Internet-Spielen auch tun, aber selbst dann wird der menschliche Spieler im Normalfall siegen.


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