Sie ist relativ neu in der Pokerszene und hat bereits einen beeindruckenden Start hingelegt. Alles begann mit einem Trip nach Las Vegas 2007, den Anna Wroblewski unternahm, um sich ihren Platz in der Pokerszene zu erkämpfen.
Hier war sie schon einmal gewesen und hatte während des Aufenthalts Poker gespielt – allerdings, ohne über Bankroll Management viel Bescheid zu wissen. Deswegen hatte sie letztendlich nach Chicago zurückkehren müssen. Im Februar 2007 jedoch wollte sie es erneut versuchen.
Der Anfang ging gründlich schief: Sie war nach kurzer Zeit pleite. Doch dieses Mal entschied sich Wroblewski, nicht wieder aufzugeben, sondern suchte sich in Las Vegas einen Job. Mit Hilfe ihres Chefs konnte sie sich in das NLHE Event bei den 2007 Five-Star World Poker Classic einkaufen. Und sie gewann das 3.000$ NLHE Event. Völlig überraschend für den Rest der Pokergemeinde.
Unter dem Nickname “Vietcutie” spielt Wroblewski außerdem eine Menge Onlinepoker. Da sie Waise ist, kann sie sich an ihr genaues Alter nicht erinnern – mit ein bisschen Phantasie kann man da sicherlich einen perfekten Flirt-Spruch draus zaubern!
Äh.. wo war ich? Seit ihrem Karrierebeginn spielt Wroblewski konstant mit. Ihre Bankroll Probleme hat sie in den Griff bekommen. In den ersten 11 Wochen ihrer Karriere hat sie unglaubliche 700.000 Dollar gewonnen. Mit ein wenig Routine hat sie in jedem Fall das Potential, die Poker-Szene zu dominieren.
Als Pokerspieler ist man davon überzeugt, dass Pokern kein Glücksspiel ist. Langfristig bekommen alle die gleichen Karten. Glück und Pech sind nur kurzfristige Abweichungen eines statistischen Erwartungswertes. Nur wie groß können diese Abweichungen werden? Wie viel Geld muss ein Pokerspieler in der Hinterhand haben, der ernsthaft an einer langen Pokerkarriere ohne den Verlust des gesamten Geldes interessiert ist?
Spielt man No Limit Hold’em kann es bei einer langen Pechsträhne durchaus mal passieren, dass man etliche Stacks verliert. Um den völligen Verlust zu verhindern, sollte man mindestens das 20-fache des Stacks haben. Spielt man also NL25 mit Blinds von 0,10/0,25$, ist ein Bankroll von mindestens 500$ empfehlenswert, kann aber durchaus auch höher sein. Dabei kann ein besonders aggressives Spiel (sowohl das eigene als auch das der Gegner), Multitabling und die Tischgröße einen Einfluss auf die Swings haben und damit mehr Sicherheitsrücklagen verlangen. Ist man also ein aggressiver Spieler, der mehrere Shorthanded-Tische (6max) gegen Maniacs spielt, sollte man eher an das 50-fache des Stacks als Bankroll haben.
Als Limitspieler ist ein solides Bankrollmanagement ebenso wichtig, orientiert sich aber an den Big Bets, also den Einsatzgrößen ab dem Turn. Ein Limitspieler verliert in einer Hand weniger Geld als ein No Limit Spieler. Da er durch die Setzgröße aber weniger Einfluss auf die Pot Odds hat, gibt es viel öfter Situationen, wo die Gegner einfach runtercallen. Dadurch ist Limit Holdem entsprechend mathematisch. Für einen Limitspieler ist es also notwendig, mindestens das 300-fache eines Big Bets als Sicherheit zu besitzen. Dies bedeutet für ein Limit Spiel mit Bets von 0,10$/0,20$, dass man mindestens 90$ haben sollte, um die Zeit zu überbrücken, wo man nicht gewinnt.
Machen Sie auf keinen Fall den Fehler, diese Werte zu unterschreiten, da die nächste Pechsträhne hundertprozentig kommen wird und derzeitige Gewinne nicht zwangsläufig die wahre Profitabilität ihres Spiels wiederspiegeln.