All about Pokern

Mehr als nur ein Bluff
 


©by Jason Pratt

Im ersten Teil der Serie haben wir über den Lieblingsgegner eines jeden Pokerspielers berichtet, die Calling Station, ein Spieler, der selten Aggression zeigt (passiv) und kaum aus einer Hand zu vertreiben (loose) ist. Der zweite Extremfall eines passiven Spielers ist der Rock, mit dem Unterschied, dass er Hände schnell aufgibt, d.h. extrem tight spielt.

Wenn ein tight/passiver Spieler callt oder gar raist, bedeutet dies fast immer, dass er eine gute Hand hält. Manche Rocks sind dabei so extrem, dass sie eigentlich nur mit den Nuts raisen und Hände folden, die jeder andere spielen würde. Ihr Spiel ist von der Angst bestimmt, gegen Monsterhände zu verlieren. Sie sehen hinter jedem Raise eine Monsterhand, wenn sie also erhöhen, heißt dies, sie sehen sich auch in der Lage, solche Monsterhände zu schlagen.

Spielt man gegen einen solchen Spieler, sollte man sehr aggressiv spielen und mehr bluffen als bei anderen Gegnern. Hat man preflop geraist und trifft den Flop nicht, sollte man bei diesen Gegnern immer Contibets machen. Zeigt ein Rock aber die Spur einer Aggression, oder callt er auch nur, dann ist es sicher, dass er eine gute Hand hält.

Wenn man nach Action sucht, ist ein tight/passiver Tisch nicht das Richtige für einen. Es sind selten Showdowns zu sehen und Pötte bleiben meistens klein. Rocks sind eher schwache Spieler, da sie zu leicht dominiert werden können. Wenn sie sich aber Tische mit unaufmerksamen und wenig bluffenden Gegnern suchen, können sie durchaus Profit machen.


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Die Calling – Station

Autor: Daniel
abgelegt in: Strategie

Poker Jason ©Pratt

Zu den schönen Momenten beim Poker gehört es, wenn man eine gute Hand hat und richtig viel Geld damit verdienen kann. Normalerweise werden die Gegner skeptisch und schmeißen ihr Blatt weg, wenn wir zu viel setzen oder sie zu schlechte Karten haben.

Stellt euch aber vor, ihr haltet die Nuts und erhöht den Pot fast schon verdächtig groß und euer Gegner callt euch trotzdem bis zum Showdown, mit nichts auf der Hand. Ihr seht seine Karten und fragt euch “Ist das alles?”. Wenn euch die Situation bekannt vorkommt, dann Herzlichen Glückwunsch: Ihr spielt gegen eine “Calling Station”.

Woran erkennt man eine “Calling Station”?

Eine “Calling Station” spielt mit fast allen Starthänden, deswegen kann man Sie nicht so gut lesen. Spätestens beim Showdown aber, wenn die Karten offen auf den Tisch gezeigt werden erkennt man diese schlechte Spielweise.

Eine “Calling Station” spielt relativ passiv und erhöht selten von sich aus. Während den Setzrunden checkt oder callt die “Calling Station” meistens und kann somit auch selten aus dem Spiel geblufft werden. Also gar nicht erst bluffen versuchen.

Spielt einfach eure guten Hände bis zum Schluss durch, erhöht immer kräftig den Pot und sahnt dann am Showdown ab. Vermeidet es mit schlechten Händen gegen die “Calling Station” zu spielen, auch wenn ihr glaubt dass sie blufft. Die Wahrscheinlichkeit auf dem River gegen ein Monsterblatt zu spielen ist da und wenn ihr euch von euren schlechten Karten bis zum Showdown nicht trennt, alles callt und dann verliert… dann kann es sein , dass ihr die “Calling Station” seid.


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