Als erst zweites europäisches Team sicherte sich Deutschland am 7.1. im Atlantis Resort auf den Bahamas den “World Cup Of Poker”. Mit von der Partie waren auch Poker-Stars, wie Daniel Negreanu (Kanada), welcher aber mit seinem Team bereits als Neunter und somit Letzter ausschied. Im Heads-Up setzten sich die Deutschen gegen Neuseeland durch.
Das deutsche Team mit Malte Strothmann, Georg Geissler, Peter Schmidt, Bastian Wulff und Kapitän Jan Heitmann hat sich als zweiteseuropäisches Team (nach Polen 2006) den Sieg im “World Cup Of Poker” gesichert und behielt im Kräftemessen mit anderen Poker-Stars aus aller Welt die Nase vorn. Besonders auffällig spielte Malte Strothmann, der eigentlich nur als Ersatzspieler angetreten war. Er bugsierte fast im Alleingang die die Polen und die Engländer aus dem Turnier, wobei er beide Male etwas Glück mit einem Ass auf dem Turn hatte.
Insgesamt wurde Brutto 16 Stunden gespielt, bis die Entscheidung gefallen war. Als erster schieden die Kanadier um Kapitän Daniel Negreanu aus. KidPoker verlor mit König, Dame gegen Ass, König von Neuseeland. Achter wurden die Letten, Siebter die Mexikaner. weiterlesen »
Ich finde es sehr schwierig, seine Emotionen nicht zeigen zu können. Mir wurde auch schon gesagt, dass ich absolut kein Pokerface hätte. Ob ich darüber traurig sein muss, weiß ich nicht. Sicherlich ist es im Berufsleben meist schon besser, wenn man seine Mimik unter Kontrolle hat, besonders, wenn es Ärger gibt.
Auch macht es sich nicht gut, wenn einem die Tränen in die Augen schießen, was ja auch aus Wut schnell einmal passieren kann. Da hilft wirklich nur, einmal tief durchzuatmen, das, was man denkt einmal runterzuschlucken und zu versuchen, ganz sachlich zu bleiben. Dabei versucht man zu lächeln, egal was war. Auch wenn dieses Lächeln dann wahrscheinlich etwas schief ausfällt, es ist besser, als wenn einem der Ärger sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben steht. Die Emotionen sollte man in der Öffentlichkeit so lange unterdrücken, bis man alleine ist. Wenn man alleine ist, sollte man aber dem angestauten Ärger Luft machen, in dem man entweder schnellen Schrittes um den Block läuft, auf den Tisch haut, vielleicht auch mal den Frust herausbrüllt. Es ist meiner Meinung nach ganz wichtig, Emotionen raus zu lassen, egal ob negativ oder positiv, denn nur dann hat man den Kopf so frei, dass man überhaupt in der Lage ist, seine Emotionen zu beherrschen.
Denn wenn man alles in sich rein frisst, wird man irgendwann von den Emotionen beherrscht und nicht andersrum.
Aber man sollte auch nicht ganz emotionslos agieren. In gewissen Situationen Gefühle zeigen macht menschlich und sympathisch.
Live-Tells – die richtige Gestik sowie Mimik anzuwenden und beim Gegenüber einzuschätzen, ist beim Poker äußerst wichtig. Wie reagiert der Gegner beim Aufdecken des Flops, lassen sich Reaktionen beim Setzen einschätzen oder besitzt er gar ausgeprägte Zeichen beim Bluffen? Das Beobachten und das Einordnen dieser Zeichen können dem Spieler beim Pokern einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
Eines dieser „Tells“ ist das lange Anstarren des Flops. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegenüber den Flop verpasst hat, ist relativ hoch. Die Spieler, die nicht auf die eigene Mimik achten, versuchen unbewusst die eigenen Karten in Kombination mit dem Flop zu bringen. Die Folgereaktion ist meistens das Stärken der eigenen Position durch ein hohes Anspielen – Stärke statt Schwäche ausstrahlen – ein Klassiker. Hier kann man getrost mithalten.
Ein oft nicht beachtetet „Tell“ ist die Atmung eines Spielers. Zwar haben sie ihre Gestik und Mimik voll im Griff, aber die Konzentration auf diese, lässt sie bei guten Blättern häufig tiefer einatmen. Achtet man darauf, ob sich der Brustkorb ungewöhnlich weitet, ist von einem starken Blatt auszugehen. Beim Bluffen verhält es sich fast gegensätzlich, die Atmung verflacht, der Spieler möchte nicht gezielt auf sich aufmerksam macht. Dieser „Tell“ ist aber erst nach längerem Spielen anwendbar, weil man die einzelnen Gegner schon eine Weile beobachtet haben muss.
Ein etwas zweifelhafter „Tell“ ist das Kontrollieren der eigenen Karten nach dem Flop. Eigentlich müsste ein erfahrener Spieler mit hoher Konzentration sein Blatt im Kopf haben, womit das Kontrollieren der eigenen Karte aus Unsicherheit resultiert. Der Spieler ist sich nicht mehr sicher, ob sich möglicherweise eine völlig Situation ergeben hat – daraus folgt, dass der Spieler den Flop nicht getroffen hat. Allerdings wenden immer Spieler diesen „Tell“ an, um den Gegner zu täuschen. Man muss hier genau einschätzen können, in welcher Form dieser „Tell“ vom Gegner verwandt wird.
Ein Klassiker unter den „Tells“ sind zitternde Hände. Viele unerfahrene Spieler vermuten hinter dieser Gestik sofort Nervosität und gehen von einem Bluff aus, dabei sollte man in die ganz andere Richtung denken. Zitternde Hände können auch aufgrund losgelöster Spannungen entstehen. Gerade bei Spielern, die kurz vor dem Ausscheiden stehen, signalisieren die Hände ein sehr gutes Blatt. Die Anspannung fällt und die Hoffnung auf ein grandioses Blatt steigt, kurzzeitig wird die angestaute Anspannung gelöst – das Resultat sind zitternde Hände.